Die Geschichte mit dem Hammer

Glück oder Unglück liegen in der eigenen Betrachtungsweise. Die folgende kurze Geschichte zeigt uns, dass man mit Vorurteilen selbst nicht weit kommt. Anstatt einfach um Hilfe zu bitten, steht man sich selbst im Wege und ist am Ende allein und frustriert. Kurz aber treffend:

Die Geschichte mit dem Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er “Guten Tag” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: “Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!”.

(aus  “Anleitung zum unglücklich sein” von P. Watzlawick:)

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März 2013            >>>  Chronisch krank – Finde deinen eigenen Weg

April 2013            >>>  Interview mit einem Engel

Juni 2013              >>>  Die 4 Spiegelgesetze

Juli 2013               >>>  “Ich bin” von Virginia Satir

August 2013         >>>  Gedanken zur Zeit

Dezember 2013    >>>  Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen

Januar 2014          >>>  DIE EINTAGSFLIEGE ” Der letzte Traum der alten Eiche”

                                       von Hans Christian Andersen

März 2014            >>>  Ein Wunder kostet nicht viel

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